Schenkenberg Online

SCHMACKHAFTER AUSFLUG

Ein mächtiger Kachelofen sorgt für Atmosphäre
Das "Haus Schenkenberg" wartet mit Wildgerichten nach havelländischer Art auf


Die bis zur Decke fächernden Palmenwedel geben dem Gastraum vom "Haus Schenkenberg" in Schenkenberg, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Telefon 033207/3 25 26 ein bißchen südländisches Flair mitten in der sandigen Mark. Der große Kachelofen neben dem Tresen sieht nicht nur schmuck aus, er spendet auch mollige Wärme. Seit nahezu zwei Jahrzehnten wird der Landgasthof mit Pension von der Familie des heutigen Chefs Reth Kalsow bewirtschaftet. Ausflugsgäste aus Berlin sind es vor allem, die dort einkehren und die Hausmannskost zu soliden Preisen probieren.

Die Leber mit Gurkensalat, Zwiebeln und Apfelstücken in Butter gedünstet mit Stampfkartoffeln (11,70 Mark) schmeckt anders als gewöhnlich. Grund: Die raffinierte Gewürzrezeptur des Kochs. Der erste Gast mit seiner Begleitperson erhält diese Leber kostenlos und bekommt obendrein noch einen Verdauungsschnaps. Voraussetzung ist, daß er dem Wirt diesen Zeitungsartikel vorlegt. Für nur neun Mark kann man sich an Königsberger Klopsen mit Petersilienkartoffeln satt essen. Eine Mark mehr kostet die Kohlroulade. Feines Gemüse und Röstkartoffeln sind die Beilage für das im Kräuterei gebratene große Pariser Schnitzel (14,60 Mark).

Märkische Rezepte

Der märkische Schweinebraten mit Rotkohl und Salzkartoffeln (11,70 Mark) und das Pfeffersteak mit Rahmchampignon, Kroketten und Prinzeßbohnen (14,10 Mark) sind den Eßgewohnheiten der Havellandbauern abgeschaut. Wildgulasch und Wildbraten in Rahmsoße zum Preis von 15,70 Mark beziehungsweise 19,10 Mark werden ebenfalls nach Rezepten aus der Mark Brandenburg zubereitet.

Wer sich bei diesem Ausflug einmal etwas Außergewöhnliches gönnen möchte, dem sei die Fasanenbrust in Rahmsoße, Prinzeßbohnen und Herzoginkartoffeln für 27,10 Mark empfohlen. Die Kinder dürfen tüchtig vom reichlich gefüllten Teller ihrer Eltern zulangen.

 

Das "Haus Schenkenberg" ist außer donnerstags täglich ab 11 Uhr geöffnet. Vor oder nach der Einkehr lassen sich Spaziergänge durch eine typische märkische Landschaft unternehmen. Die 110 Meter hohen Götzer Berge unweit des Bahnhofs oder das Schenkenberger Neubaugebiet "Kirschbergsiedlung" mit seinen freundlichen Einfamilienhäusern sind echte Sehenswürdigkeiten. Wer sich für Ornithologie interessiert, hat an diesem Sonntag um 14 Uhr Gelegenheit, das Landschaftsschutzgebiet um den Rietzer See kennenzulernen: Von der Bushaltestelle des Nachbarortes Trechwitz aus führt Lutz Manzke von der Vogelschutzwarte Lutz Manzke seine Gäste auf einer zweistündigen Tour um das von vielen Vogelarten bewohnte Areal. Telefonische Anmeldung unter 0177/650 16 97 ist allerdings erwünscht. Die Rietzer See-Station ist eine Außenstelle der Vogelschutzwarte Brandenburg.

Verbindung: Mit der Regionalbahn ca. alle zwei Stunden (z. B. 8.11 Uhr) ab Charlottenburg nach Götz. Von dort sind es drei Kilometer nach Schenkenberg. Diese Züge befördern auch Fahrräder. Rückreise (z.B. um 18.15 Uhr).

©